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Donnerstag, 26.04.2012

Studium

Wiederaufbaukonzepte der Nachkriegszeit

Umbau, Abriss und Neuplanungen: Über Leitziele in Deutschland und die Nachkriegsarchitektur in Lübeck sprechen Prof. Dr.-Ing. Dieter-J. Mehlhorn (Kiel) und Dipl.-Ing. Klaus Brendle (Lübeck) im Rahmen einer Vortragsreihe zum Fernstudium "Historische Stadt" (27. April 2012, 19 Uhr, Volkshochschule Lübeck, Hüxstraße 118-120)

Der Wiederaufbau der deutschen Städte nach dem II. Weltkrieg wird immer noch als öde oder fantasielos bezeichnet. Tatsächlich haben in vielen Städten erbitterte Diskussionen um den "rechten" Weg stattgefunden. Die Vorschläge reichten von der radikalen Erneuerung unter Aufgabe historischer Strukturen bis zur denkmalpflegerischen Wiederherstellung. Gemeinsam war aber allen das Streben nach der planerischen Erfüllung der neuen Anforderungen an die Stadtzentren. Die Zerstörungen boten deshalb auch die Möglichkeit, den seit den 1930er Jahren akuten Reform- und Sanierungsstau aufzulösen, und die Städte neu zu strukturieren - aus heutiger (!) Sicht nicht immer zu deren Vorteil. Die Referenten geben einen Überblick über die Entwicklung des Städtebaus in den späten 1940er Jahren und die unterschiedlichen Konzeptionen, der es erleichtert, auch den Wiederaufbau Lübecks, dessen Ideen und Architektur vorgestellt werden, als stadtbaugeschichtliche Leistung einzuordnen und zu bewerten.

Die Referentinnen und Referenten sind Autoren bzw. Betreuerinnen im Rahmen des Fernstudiums „Historische Stadt“. Dieses Angebot der Universität zu Lübeck umfasst vier Module: A Stadtgeschichte, B Kultur- und Sozialwissenschaftliche Aspekte, C Planen, Bauen und Entwickeln, D Erforschen, Bewahren, Weitergeben. Es kann im Rahmen eines Teilzeitstudiums in vier Semestern absolviert werden. Die Module können durch Abschlussleistungen absolviert werden. Seminare, die bundesweit stattfinden, stellen wesentliche Bestandteile des Angebots dar; es handelt sich meist um Wochenendseminare.

Mehr: Fernstudium "Historische Stadt"

Fernstudium Historische Stadt (Bild: Heinz-Joachim Draeger)